Argumente

Auf den Punkt gebracht sind es folgende Aspekte, die gegen eine Reaktivierung der Bahnstrecke sprechen:

  • 100 Züge/Tag sollen mit 80 km/h mit einem Abstand von teilweise weniger als 10m an Wohngebäuden vorbeifahren. Lärm, Abgase, Erschütterungen gefährden die Gesundheit der Anwohner. Hier müssen mindestens Schallschutzwände eingeplant werden, nicht nur Schallschutzfenster! Die Lärmbelästigung betrifft nicht nur Anlieger direkt an der Bahn; auch in 100m Entfernung werden zulässige Grenzwerte überschritten. Wie passt das eigentlich zur Lärmschutzaktion der Stadt? Tempo 30 in der Innenstadt, Tempo 80 in unseren Gärten?
  • Das ganze Projekt ist wirtschaftlich untragbar: Investitionskosten von mittlerweile über 40 Mio‚ (2010 noch 30,5 Mio), jährlicher Zuschuss 3,9 Mio‚ (Stand 2015). 6.300 Fahrgäste pro Tag sind für den Fall prognostiziert, dass die Buslinie 8 eingestellt wird. Völlig utopisch, wenn die 8 doch bleiben soll, weil ansonsten eine drastische Verschlechterung der Anbindung an den ÖPNV droht.
  • Insbesondere die geplante Einstellung der Buslinie 8 führt zu einer erheblichen Verschlechterung der Anbindung der Wohnsiedlungen. Statt 27 Haltestellen gäbe es dann nur noch 5. Das wird dazu führen, dass bisherige Nutzer des Busses aufs Auto umsteigen.
  • Mangels eingeplanter Parkplätze ist auch kein Umsteigen vom Auto auf die Bahn möglich. Woher sollen also die 6.300 Fahrgäste kommen?
  • Bei gestiegenen Investitionskosten und völlig überschätzten Fahrgastzahlen und daraus folgendem erhöhten Zuschussbedarf zu den Betriebskosten bricht das Kartenhaus des Verhältnisses von Kosten/Nutzen in sich zusammen.
  • Bei Realisierung eines 20-Minuten-Taktes wird es bei Schließung der Bahnschranken (6 x pro Stunde für 3-4 min) zu erheblichem Rückstau und Verkehrschaos in Wolbeck bei Edeka/Lidl und auf dem Gremmendorfer Weg kommen. Gerade in Wolbeck ist das bereits ein neuralgischer Verkehrsknoten durch An- und Abfahrt von den Supermarktparkplätzen und Schülerverkehr zum Schulzentrum.